Council of International Fellowship
in Deutschland e.V.

Verein zur Förderung des internationalen Austausches von Fachkräften in der sozialen Arbeit

Geschichte

"Mein Leben wurde gerettet. Ich möchte mein Leben dem Grundsatz widmen, dass etwas wie der Holocaust nie mehr geschieht. Der Mensch, besonders die Jugend muss frühzeitig lernen, religiöse, rassische und andere Unterschiede zu respektieren, sich zu verstehen und zusammen zu leben." (Henry B. Ollendorff nach den Erinnerungen seiner Frau Martha)

    1. Einführung - Henry B. Ollendorff
    2. Geschichte des Cleveland International Programs (CIP)
    3. Die Cleveland International Fellowship (CIF)
    4. Die Cleveland International Fellowship in Deutschland (CIF/G)
    5. dies ist ein Test

    Dieser Bericht wurde von Gerhard Schmidt (1971 im Programm) mithilfe von Gisela Senssfelder (1957) verfasst. Anita Gerdes (1958) und Herbert Schüttler (1968) gaben Hinweise.

Eine ausführlichere Version des Berichts kann über E-Mail (history@cif-germany.de) bestellt werden und wird für Euro 4 versandt.

1. Einführung - Henry B. Ollendorff.
Die Gedanken, die Martha Ollendorff für die "CIF World News" vom August 1999 niederschrieb, sagen mit wenigen Worten das aus, was die Cleveland International Fellowship bedeutet. Heinz Ollendorff wurde 1907 als Sohn eines Augenarztes in Esslingen geboren, wuchs aber in Darmstadt auf. Er verließ 1938 Deutschland, seine Frau folgte ihm 1939 nach und beide wurden amerikanische Staatsbürger. Henry studierte in New York erneut, diesmal Sozialarbeit. Er arbeitete dann mit unterprivilegierten Kindern in Cleveland, Ohio.
Freunde aus aller Welt beklagten am 10.2.1979 den Tod von Henry B. Ollendorff.

2. Geschichte des Cleveland International Programs (CIP).
1954 hatte das amerikanische Außenministerium Henry im Rahmen des Umerziehungs- Programms für Deutsche für fünf Monate nach Deutschland gesandt um Kurse für deutsche Jugendleiter und Sozialarbeiter zu leiten. Ihm kam die Idee zu einem Austauschprogramm. 1956 reisten die ersten Teilnehmer/innen in die USA um das Leben in einer freien Gesellschaft kennen zu lernen und um ihre Erfahrungen an junge Menschen in ihrer Heimat weiterzugeben. Auf Anregung dieser Pioniergruppe wurde das Programm dann auf andere Länder ausgedehnt. Das "Cleveland International Program" (ab 1965 "Council of International Programs for Youth and Social Workers Federation") war geboren. Der Sitz des CIP wurde Cleveland/Ohio, USA. 1958 bot die deutsche Bundesregierung ein ähnliches Programm für Amerikaner/innen in Deutschland an. 1965 lud die französische Regierung ebenfalls zu einem Programm ein.

3. Die Cleveland International Fellowship (CIF).
Die CIF wurde am 6.11.1960 während der internationalen Konferenz in Hamburg gegründet. Am 26.5.1964 wurde sie als "Cleveland International Fellowship" (CIF) in das Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Das erste Emblem der CIF wurde 1960 bei der Hamburger Konferenz von John Berge, Norwegen und Ralf Örjes, Schweden entworfen.
Von 1960 bis 1971 befand sich das internationale Sekretariat in Deutschland, wurde 1971 nach Schweden verlegt, kam aber 1975 erneut nach Deutschland. Später war es in wechselnden Ländern ansässig.

4. Die Cleveland International Fellowship in Deutschland (CIF/G).
Die CIF/G war anfangs die aktivste Sektion alles CIFs und hatte im internationalen Vergleich auch die meisten Mitglieder. Bei Gründung der CIF 1960 waren 93 Deutsche unter den insgesamt 148 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Deutsche CIP-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer organisierten die ersten internationalen Konferenzen: 1958 in Henrys Heimatstadt Darmstadt, dann folgten 1959 Konferenzen auf Burg Liebenzell und 1960 in Hamburg. Die erste Konferenz, die unter dem Namen der CIF lief, fand 1962 in Dassel/Solling statt. 1964 gab es dann die erste CIF-Konferenz im Ausland (Niederlande). Die CIF/G organisierte dann noch drei internationale Konferenzen, jeweils zu den 5-, 15- und 20-jährigen Jubiläen der CIF (1965 in Königstein/Taunus, 1975 in Berlin und 1980 wieder in Königstein/Taunus).
Auch bei der Betreuung der Amerikaner/innen, die zum deutschen Gegenprogramm kamen, setzten sich deutsche CIP-Teilnehmer/innen aktiv ein.

Zweck und Ziele der CIF/G waren und sind:

  • Die Verbindung zwischen den Teilnehmer/innen des CIP durch persönliche Kontakte, Konferenzen und Seminare, sowie durch Veröffentlichung in einer Zeitschrift aufrecht zu halten.
  • Weiterhin soll die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Austausch von Berufserfahrungen geschaffen werden.
  • Das CIP bei der Anwerbung und Auswahl neuer Bewerber für das Programm zu unterstützen.
  • Technische Hilfe in den Entwicklungsländern, auf dem Gebiet der Jugend- und Sozialarbeit durch ehemalige Teilnehmer/innen zu fördern.
  • Einladungen an amerikanische Jugend- und Sozialarbeiter/innen zum Gegenbesuch in Ländern, die am CIP teilgenommen haben, zu vermitteln und zu fördern